Sehr lesenswerter Gastbeitrag – (Auszug von Teil 1) – von Dr. Nico Rose dazu, wie Unternehmen 2020 rekrutieren werden. Oder vielmehr, wie sie rekrutieren sollten.

Liest sich sehr gut, wobei ich das komplette, erfüllte Szenario für HR bis in fünf Jahren leider nicht sehe.

Das ist schöne Zukunftsmusik, die von den meisten wohl erst sehr viel später gespielt wird (oder nie?).

Hier der Auszug von Gründerszene:

Bis vor etwa 20 Jahren ging Rekrutierung so: Man stellte fest, dass es eine offene Position gibt, erstellte ein Anforderungsprofil, übersetze das in eine Stellenanzeige und veröffentlichte sie – je nach Bedarf – in einer regionalen oder überregionalen Zeitung. „Post and pray“ nennt man das etwas despektierlich im Personaler-Sprech. Man wartete danach sechs bis acht Wochen, lud einige Kandidaten zu Auswahlgesprächen ein und entschied sich für die augenscheinlich am besten geeignete Person.

Dann kam das Internet: Es gab zusätzlich Online-Jobbörsen und die eigene Karrierewebsite. Der Bewerber konnte sich bei vielen Unternehmen nun per E-Mail bewerben (spart Zeit) oder seine Daten in ein Online-Formular eingeben (aufwändig für den Kandidaten, aber sehr hilfreich fürs Unternehmen). Bei näherem Hinsehen stellt man fest: Viele sind auf diesem Level stehengeblieben. Einige, insbesondere große Firmen, haben noch soziale Netzwerke, allen voran LinkedIn und Facebook (und Xing in Deutschland) für sich erschlossen – aber an der Logik „Wir posten einen Job und der Kandidat wird sich dann schon melden…“ hat das grundlegend nicht viel geändert.

In naher Zukunft werden sich Personalabteilungen das nicht mehr leisten können. Insbesondere in Deutschland ist die Bevölkerungsentwicklung derart rückläufig, dass wir schon innerhalb der nächsten fünfzehn Jahre auf einen Arbeitsmarkt zusteuern, der von einer Quasi-Vollbeschäftigung geprägt ist. Spätestens dann werden solche Methoden nicht mehr greifen.

#daily
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Dies ist ein kuratierter HR-Artikel, ein kostenfreier Service von Online-Recruiting.net