Beim Lesen der Pressemeldung zur Kooperation zwischen Monster und Experteer war ich doch ein wenig erstaunt:

Es ist von „über 435.000“ Kandidatenprofilen die Rede, welche Personaler nun dank des Zusammenschlusses der beiden Datenbanken durchsuchen können.

Zum einen bin ich überrascht, dass Experteer lediglich 245.000 Profile in der Datenbank zu verzeichnen hat, wenn ich in meinen eigenen Aufzeichnungen – die Daten hatte ich zu Recherchezwecken im Mai 2014 eingeholt – eine Zahl von 800.000 Profilen stehen habe.

Überrascht bin ich auch, da Monster doch mit TalentBin einen solchen Kooperationspartner wie Experteer für ein gemeinsames Active Sourcing Produkt eigentlich gar nicht brauchen dürfte.

Dass das „neue“ Anzeigenprodukt – man erinnere sich an das Experteer Business oder Premium Anzeigenformat von vor ca. 3 Jahren – im Rahmen von Active Sourcing Kampagnen, bei der man ja per Definition (wegen aktiver Direktansprache!) auf Maßnahmen wie ausgeweitete Anzeigenschaltungen weitestgehend verzichtet – eingesetzt werden soll, halte ich für unlogisches Marketing seitens der Anbieter Monster und Experteer.

Soll denn nun Active Sourcing gemacht werden, oder doch lieber wieder Post & Pray verkauft werden?
Im Zweifsfall natürlich beides, im Idealfall Ersteres und im wahrscheinlich am ehesten eintretenden Fall bestimmt überwiegend Letzteres…

So heißt es (Auszug) in der Pressemitteilung beispielsweise:

„Durch die neue Partnerschaft erweitert Monster seine Lebenslaufdatenbank auf insgesamt über 435.000 Profile: Entsprechend ihrer Privatsphäre-Einstellungen sind Experteer-Mitglieder nun auch für Kunden der Monster-Lebenslaufdatenbank auffindbar. Damit erhöhen Mitglieder des Karrieredienstes Experteer, welche die entsprechenden Vertraulichkeits-Einstellungen gewählt haben, ihre Chance von über 1.400 weiteren Personalern gefunden und in Bezug auf Spitzenpositionen angesprochen zu werden. Unternehmen auf Monster profitieren von der erweiterten Lebenslaufdatenbank, durch die sie nun auch mit über 245.000 hochqualifizierten Experteer-Mitgliedern in Kontakt treten können.“

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